Was bei Oberbauchschmerzen hilft

Die zweite Veranstaltung der neu gegründeten Initiative des Fördervereins der Marienhaus Klinik St. Josef e.V. „Gesundheit für Jedermann“ stieß wiederum auf großes öffentliches Interesse. Zum Thema „Wenn der Oberbauch drückt“ informierten die Chefärzte im Marienhaus Klinikum Eifel in Bitburg, Dr. Thomas Koch, Abteilung Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen, und Prof. Dr. Christian Blöchle, Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie, sowie der Belegarzt der Chirurgie am Neuerburger Krankenhaus, Dr. Ingvo Müller.

„Oberbauchschmerzen können vielfältige Ursachen haben, die eine gezielte Diagnostik voraussetzen“, erklärt Dr. Koch zu Beginn der Veranstaltung. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen die Refluxkrankheit (Rückfluss von Säure in die Speiseröhre), Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie Gallensteine und Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Er zeigt detailliert die Symptomatik und Diagnostik bei Oberbauchbeschwerden auf und erläutert die therapeutischen Maßnahmen, die dem Internisten zur Verfügung stehen.

Bei einer Refluxerkrankung besteht die Gefahr, dass sich die Schleimhaut aufgrund einer chronischen Speiseröhrenentzündung verändert, was unbehandelt zum Speiseröhrenkrebs führen kann. Durch eine Messung der Säure und den Einsatz von hochwirksamen Medikamenten kann hier Abhilfe geschaffen werden. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre haben gute Heilungschancen bei medikamentöser Einstellung. Sollten Komplikationen auftreten, können diese in über 90 % der Fälle endoskopisch behandelt werden. Ebenso können Gallensteine – eine der häufigsten Ursachen von Oberbauchschmerzen – bei entsprechender Indikation (Lokalisation im Gallengang) mittels eines endoskopischen Eingriffs entfernt werden.

Prof. Blöchle informiert über die chirurgische Behandlung der Refluxkrankheit und demonstriert diese anschaulich anhand von Videoaufnahmen. Bei diesem Eingriff kommt eine Ultraschallschere zum Einsatz, die es dem Operateur ermöglicht, bei der Durchtrennung der Gefäße völlig blutungsfrei zu arbeiten.

Dr. Müller geht im anschließenden Vortrag auf die chirurgische Therapie bei Gallensteinleiden ein und erläutert die Krankheitsbilder, bei denen eine Operation angezeigt ist. Er führt solche Eingriffe in Neuerburg hauptsächlich laparoskopisch, also mit der sogenannten Schlüssellochtechnik, durch. Diese Methode ist für den Patienten weitaus schonender als eine offene Operation am Bauch, die nur noch in besonderen Akutfällen vorgenommen werden muss.

Abschließend betonen die Fachärzte unisono, dass bei der Diagnostik und Therapie eine enge Zusammenarbeit zwischen Chirurgen und Internisten des Klinikums bestünde, um dem Patienten eine optimale Behandlung zu gewährleisten.

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Die Referenten Dr. Thomas Koch (li.), Dr. Ingvo Müller (re.) und Prof. Blöchle (nicht im Bild) beantworteten im Anschluss an ihre Vorträge die Fragen des Publikums.

Foto: Martin Brunker

Vortragsveranstaltungsreihe Gesundheit für Jedermann am 28. Oktober 2013

Zum  zweiten Mal  findet unter der  Initiative „Gesundheit für Jedermann", die der Förderverein des Neuerburger Krankenhauses  zusammen mit der Krankenhausleitung ins Leben gerufen hat, eine Vortragsveranstaltung  im Foyer der Neuerburger Stadthalle statt. Am Montag, dem 28.Oktober 2013, informieren drei Fachärzte ab 19.30 Uhr rund um das Thema „Wenn der Oberbauch drückt".

An diesem Abend wird Dr. Thomas  Koch, Chefarzt für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen am Standort Bitburg, über Oberbaucherkrankungen und ihre Diagnostik aus internistischer Sicht referieren. Prof. Dr. Christian Blöchle, Chefarzt  der Allgemein- und Viszeralchirurgie in Bitburg, wird die chirurgische Behandlung der Refluxkrankheit, d. h. eines krankhaft gesteigerten Rückflusses von Verdauungssäften in die Speiseröhre, erläutern. Der Belegarzt der Chirurgie  im Neuerburger Krankenhaus, Dr. Ingvo Müller, wird über die chirurgische Therapie bei Gallensteinleiden informieren.

Alle Interessierten  sind sehr herzlich eingeladen, sich über Diagnostik, Therapie und Behandlung bei Oberbauchbeschwerden und ihren Erkrankungen zu informieren. Im Anschluss an die Veranstaltung stehen die Fachärzte  für Fragen  des Publikums zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

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